Am 30. Januar fand im Rathaus ein Workshop zum Thema „klimaneutraler Betriebsstandort“ statt. Vertreter:innen von 15 Leondinger Unternehmen nahmen sich vier Stunden Zeit, um gemeinsam mit Expert:innen an Lösungen für einen klimafitten Wirtschaftsstandort zu arbeiten. Ein zentraler Programmpunkt war der Fachvortrag von Oliver Schrot, Senior Climate Expert von Zwanzigvierzig – Beratung zu Klimaneutralität und Klimapolitik. Er zeigte anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und praxisnaher Best-Practice-Beispiele, welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen können, um Emissionen gezielt zu senken, erneuerbare Energien effizienter zu nutzen und langfristige Klimaziele erfolgreich in ihre Geschäftsstrategien zu integrieren.

Besonders beeindruckend war die hohe Bereitschaft der teilnehmenden Betriebe, aktiv an der Gestaltung eines nachhaltigen Wirtschaftsraums mitzuwirken. Der Workshop war geprägt von einem intensiven, fachlich fundierten Austausch – von der Optimierung von Energieeffizienzmaßnahmen über nachhaltige Logistiklösungen bis hin zur Implementierung zirkulärer Wirtschaftssysteme. Zahlreiche Unternehmen brachten ihre eigene Expertise ein und teilten wertvolle Erfahrungen aus der Praxis. „Es ist für die eigene Nachhaltigkeitsarbeit im Unternehmen wirklich interessant und motivierend, sich mit anderen Unternehmen und Sparten über Maßnahmen und Erfahrungen auszutauschen. Das Thema ist überaus wichtig und es ist toll, dass die Standortagentur sich engagiert und als Netzwerkplattform zur Verfügung steht. Ich freue mich auf Folgetermine!“, so Bianca Brunner, Standortassistentin bei Haberkorn.

Gemeinsam Zukunft gestalten
Die Dynamik, die in diesem Workshop spürbar war, macht deutlich: Leondings Wirtschaft steht geschlossen hinter dem Ziel einer klimaneutralen Zukunft. „Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber der konstruktive Dialog und die spürbare Aufbruchsstimmung zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Daniela Limberger, Geschäftsführerin der Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding GmbH. Die Unternehmen in Leonding haben erkannt, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen – und dass sich nachhaltiges Wirtschaften nicht nur positiv auf die Umwelt, sondern auch auf Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und langfristige Standortattraktivität auswirkt.

Die Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding GmbH wird diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten.

Präsentation der Gruppenergebnisse beim Workshop „Klimaneutraler Betriebsstandort“

Die KEM Kürnbergwald, als eine von über 100 Klima- und Energie-Modellregionen Österreichs, versuchen unsere Umwelt mit Respekt zu behandeln und das Erreichen der Klimaziele intensiv zu verfolgen. Keine Abhängigkeit mehr von teuren fossilen Energieimporten und Gaskrisen, stattdessen saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wasser, Abwasser und Bioenergie aus der Region.

Um diese Ziele zu erreichen, informieren wir Bürger:innen, Betriebe und Gemeinden und begleiten von der Idee bis zur Projektumsetzung. Wir engagieren uns unter anderem in folgenden Bereichen:

ENERGIE | MOBILITÄT | BAUEN UND SANIEREN | LANDWIRTSCHAFT UND ERNÄHRUNG

Ende Januar 2021 erfolgte der Startschuss für das Mobilitätskonzept Leonding. Ein Lenkungsausschuss, zusammengesetzt aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rathauses, Vertreterinnen und Vertretern der  Stadtratsfraktionen und einem externen Verkehrsexperten, wurde eingerichtet. Auch die Bürgerinnen und Bürger wurden miteinbezogen, etwa durch eine anonye Befragung und zwei Veranstaltungen, bei denen die Menschen in Leonding ihre Anregungen einbringen konnten.

Durch Leonding führen sieben Bundes- bzw. Landesstraßen. Der Durchzugsverkehr, der dadurch entsteht, führt zu vielen Konflikten auf den Hauptverkehrsrouten aber auch in den Wohnsiedlungen. Die durch den Durchzugsverkehr, das stetige Wachstum der Stadt, sowie durch viele weitere Faktoren entstehenden Konflikte werden durch laufende Investitionen der Stadt in die Verkehrsinfrastruktur wie auch den öffentlichen Verkehr verbessert. Die Stadt investiert jedes Jahr rund drei Millionen Euro in den öffentlichen Verkehr.

Es wurden Maßnahmen für die unterschiedlichsten Problemaspekte des Verkehrs erarbeitet. Hierbei wurde neben einigen anderen Aspekten vor allem die Optimierung der Situation der Fahrradfahrenden, Fußgängerinnen und Fußgänger und selbstverständlich der Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel in den Vordergrund gestellt.