Leonding ist Teil der österreichweiten Mission „Klimaneutrale Stadt“, in deren Rahmen bereits mehrere kleinere und mittlere Städte systematische Klimaneutralitätsfahrpläne erarbeiten und umsetzen, um konkrete, wirksame Lösungen auf kommunaler Ebene zu zeigen.
Der neue Fahrplan ist das Ergebnis eines breiten Dialogs aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung und bündelt erstmals alle bisherigen Aktivitäten, Strategien und Maßnahmen zu einem gemeinsamen, zukunftsfähigen Weg. Von Energie und Mobilität über Stadtentwicklung bis hin zu Gebäudemanagement und Kreislaufwirtschaft zeigt er, wie Leonding Schritt für Schritt klimafit und resilient werden kann. Dabei soll ein klarer Fokus auf die Bereiche Lebensqualität, Versorgungssicherheit und lokale Wertschöpfung gelegt werden.
Bürgermeisterin Dr.in Sabine Naderer-Jelinek erklärt dazu: „Mit diesem Beschluss setzen wir ein starkes Zeichen: Klimaschutz ist für Leonding keine Zukunftsvision, sondern ein Arbeitsprogramm für die Gegenwart. Der Fahrplan verbindet wissenschaftliche Analysen mit konkreten, lokal umsetzbaren Schritten. Diese machen wir gemeinsam mit unserer Bevölkerung und unseren Betrieben.“
Ein zentraler Erfolgsfaktor bei der Erarbeitung war der breite Beteiligungsprozess: In mehreren öffentlichen Workshops, Fachgesprächen mit Vertreter:innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, sowie Online-Befragungen konnten Bürger:innen ihre Perspektiven einbringen und aktiv an der Weiterentwicklung der Stadt mitwirken. Dieser Austausch hat dazu beigetragen, dass der Fahrplan nicht nur fachlich fundiert ist, sondern auch den Alltag und die Lebensrealität der Menschen in Leonding berücksichtigt.
Daniela Limberger, Geschäftsführerin der Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding, ergänzt, dass „es uns gelungen ist, die Stimmen der Wirtschaft früh in den Prozess einzubinden. So konnten wir gemeinsam herausarbeiten, wo die größten CO₂-Potenziale liegen und wie praktikable Lösungen aussehen. Das stärkt unsere Position als attraktiver, zukunftsgerichteter Wirtschaftsstandort.“
Ein besonderer Schwerpunkt im Fahrplan liegt auf der Mobilitätswende. Aufbauend auf dem bereits beschlossenen Mobilitätskonzept wird in den kommenden Jahren ein überbetriebliches Mobilitätsmanagement für Leondinger Betriebe entwickelt. Ziel ist es, gemeinsam mit Unternehmen innovative und nachhaltige Mobilitätsangebote für Mitarbeitende zu gestalten, um einen wertvollen Beitrag zur Reduktion von Pendelverkehr und CO₂-Emissionen vor Ort zu leisten.
Der Plan sieht zudem vor, bestehende Strukturen wie die lokalen Energiegemeinschaften weiter auszubauen, Governance-Strukturen zu stärken und in allen relevanten Entscheidungsprozessen „Klimarelevanz“ zu einem festen Bewertungskriterium zu machen.
Bürgermeisterin Naderer-Jelinek abschließend:
„Dieser Fahrplan ist kein Abschluss, sondern ein Anfang. Er zeigt uns den Weg und wir laden alle ein, ihn mitzugehen.“
Der Teilnehmerkreis setzte sich bewusst aus Entscheidungsträger:innen zusammen: Geschäftsführungen, Bereichsleitungen und Verantwortungsträger:innen, um Klimaschutz als strategisches Zukunftsthema auf Augenhöhe zu diskutieren. Fachliche Inputs von externen Expert:innen lieferten dabei praxisnahe Einblicke zu Themen wie Dekarbonisierung, Mobilitätslösungen und überbetrieblicher Zusammenarbeit und sorgten für konkrete Anknüpfungspunkte für den eigenen Betrieb.
Im Zentrum des Workshops stand der Austausch: Wo stehen Unternehmen heute? Welche Maßnahmen sind realistisch? Und wo entstehen Mehrwerte, wenn Betriebe gemeinsam handeln?
Bürgermeisterin Dr.in Sabine Naderer-Jelinkek betonte:„Klimaschutz gelingt nur gemeinsam. Der Workshop mit der Leondinger Wirtschaft hat gezeigt, wie viel Bereitschaft und Verantwortung am Standort vorhanden sind. Mit dem Manifest und den ersten unterzeichneten Absichtserklärungen setzen unsere Betriebe ein starkes Zeichen für eine klimafitte Zukunft Leondings“.
Auch aus Sicht der Standortagentur war der Workshop ein wichtiger Startpunkt für einen längerfristigen Prozess. Daniela Limberger, Geschäftsführerin der Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding GmbH erklärte, dass „uns war wichtig, Klimaneutralität für Betriebe greifbar und umsetzbar zu machen. Die Expert:innen-Inputs und der Austausch auf Entscheider:innen-Ebene haben gezeigt, wie viel Potenzial in überbetrieblicher Zusammenarbeit steckt. Wer sich beteiligt, muss nicht alles sofort können, sondern wird Teil eines gemeinsamen Lern- und Entwicklungsprozesses am Standort Leonding“.
Ein sichtbares Ergebnis des Treffens war die Präsentation des Manifests für einen klimafitten Wirtschaftsstandort Leonding. Es versteht sich als Einladung zur Zusammenarbeit und als gemeinsames Bekenntnis, Klimaschutz nicht isoliert, sondern koordiniert und standortbezogen zu denken. Erste Unternehmen unterzeichneten bereits vor Ort entsprechende Absichtserklärungen und bekannten sich damit freiwillig zur weiteren Zusammenarbeit.
Das Projekt Mission Klimaneutrale Stadt versteht sich bewusst als offener Prozess. Weitere Unternehmen sind eingeladen, sich einzubringen, mitzudenken und gemeinsam mit anderen Betrieben sowie Expert:innen an zukunftsfähigen Lösungen zu arbeiten.
Am 19. November 2025 trafen sich in Innsbruck Vertreter:innen aus 47 österreichischen Pionierstädten zur Jahreskonferenz der Mission „Klimaneutrale Stadt“, bei der die Frage „Wie schaffen es Städte klimaneutral zu werden?“ wieder an erster Stelle stand. Beim bereits 3. Forum präsentierten große, mittlere und kleine Pionierstädte ihre bisherigen Fortschritte sowie neue innovative Projekte und die Pionierstädte der 2. und 3. Welle durften, als Anerkennung für ihr Engagement und Fertigstellung eines Klimaneutralitätsfahrplans, die Pionierstadtplakette entgegennehmen.
Städte spielen eine zentrale Rolle im Klimaschutz: Sie verursachen etwa 75 % der globalen CO₂-Emissionen, während ihre Bevölkerung weiter wächst. Bundesminister Peter Hanke betonte in seiner Videobotschaft, dass die Klimawende in Städten entschieden wird.
„Weltweit entstehen rund Dreiviertel aller CO2-Emissionen in Städten – Tendenz steigend. Dazu kommt, dass die urbane Bevölkerung stetig wächst. Bis zum Jahr 2050 werden fast 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Das zeigt ganz klar: die Klimawende wird in den Städten entschieden. Die Initiative ‘Klimaneutrale Stadt’ ist daher besonders wichtig, weil sie beweist, dass diese – unabhängig ihrer Größe und Struktur – vieles selbst tun können, um die Klimawende zu schaffen, aber gleichzeitig die Lebensqualität aufrecht zu erhalten.“
Die Mission „Klimaneutrale Stadt“ hilft österreichischen Städten und Gemeinden dabei, durch Forschung und Entwicklung schneller klimaneutral zu werden. Sie unterstützt den Austausch bewährter Lösungen, Erfahrungen und Maßnahmen, die zur Umsetzung der Klima- und Energieziele beitragen. Begleitet wird die Mission vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) sowie vom Klima- und Energiefonds.
Leonding hat die zukunftsweisende Entscheidung getroffen, Teil dieses Netzwerks zu sein und dies war ein wichtiger Schritt, zielorientiert in Richtung Klimaneutralität 2040 zu steuern.
Im 1. Quartal 2026 wird der Ergebnisbericht zum Klimaneutralitätsfahrplan für Leonding publiziert und kann auf dieser Website www.mission2040.at nachgelesen werden.
Seit Jahresbeginn 2025 lag der Fokus im Projekt auf der Erarbeitung eines Maßnahmenfahrplans, der Leonding auf dem Weg zu Klimaneutralität bis 2040 unterstützt. Mit wissenschaftlicher Begleitung und unter Einbindung der Fachabteilungen aus der Verwaltung sowie externer Experten wurden Zieldefinitionen für die zentralen Handlungsfelder vorgenommen. Für die Zielerreichung wurde ein Maßnahmenbündel erarbeitet, in einen Zeitplan überführt und mit budgetären Einschätzungen ergänzt.
Die Ergebnisse sowie wesentliche Einflussfaktoren wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrates der Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding GmbH, welcher aus politischen Entscheidungsträger:innen sowie Vertreter:innen aus Leondings Wirtschaft besteht, am 04.11.2025 vorgestellt, um gemeinsam die Maßnahmen zu diskutieren und Schlüsselmaßnahmen zu priorisieren.
Am Stadtfest Leonding 2025 zeigen Leondings Energiegemeinschaften und die BEG Kürnbergwald direkt vor dem 44er Haus, wie man gemeinsam sauberen Strom erzeugt, nutzt, teilt und Geld spart. Erfahre aus erster Hand, wie ein Mitgliedschaft funktioniert und welche Vorteile sie bringt!
Einfach die überzeugendsten Maßnahmen der Mission 2040 auswählen, Karte ausfüllen, einwerfen und mit etwas Glück tolle, regionale und nachhaltige Preise gewinnen!
Ziel des Dialogs war es, bereits vorhandenes Know-how sichtbar und zugänglich zu machen – ein Beitrag für eine gemeinsame, schnellere Transformation in Richtung Klimaneutralität. Der Austausch war nicht nur inspirierend, sondern auch strategisch wertvoll.
Die Gastgeberstadt Linz präsentierte Inhalte des Projekts „Linz mit Ambitio3xn“ – ein ambitioniertes Transformationsvorhabens im Rahmen der Bundesmission „Klimaneutrale Stadt“ – und ermöglichte beim Besuch des Stadtteils Franckviertel praxisnahe Einblicke in innovative Maßnahmen wie die Dekarbonisierung der Energieinfrastruktur, die Erarbeitung klimaneutraler Baustandards und partizipative Ansätze in der Quartiersentwicklung.
Daniela Limberger (GF Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding) stellte Kolleg:innen aus oberösterreichischen Städten und Gemeinden den Projektverlauf zum Klimaneutralitätsfahrplan für Leonding vor.
Am 10. April trafen sich engagierte Bürger:innen und Fachleute zum öffentlichen Informationsworkshop im Rahmen des Projekts „Mission klimaneutrales Leonding“. Ziel des Abends war es, den Dialog zu fördern und gemeinsam Ideen für eine klimafreundliche Zukunft zu entwickeln.
Beim Posterwalk präsentierten Expert:innen des Projektteams die wichtigsten Handlungsfelder sowie erste Maßnahmenpakete. Die Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, sich einzubringen, Fragen zu stellen und ihre eigenen Best-Practice-Beispiele zu teilen – von nachhaltigem Alltagshandeln bis zu innovativen Ideen für die Energiewende vor Ort.
Ein gelungener Austausch, der zeigt: Leonding packt den Klimaschutz gemeinsam an!
Hitzewellen, Überhitzung der Städte, Dürre oder Starkregenereignisse häufen sich auch in unserer Region und stellen Gemeinden und Städte vor neue Herausforderungen, und auch das Thema Energiewende muss bewältigt werden.
Um sich bestmöglich vorzubereiten, haben die Stadt Leonding und die Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding GmbH eine langfristige Klimastrategie erarbeitet. Gemeinsam mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Landwirtschaft sowie Expertinnen und Experten wurden 2021 – 2022 die Themen „Klimaschutz“ und „Klimawandelanpassung“ strategisch in Workshops erarbeitet und ein Bündel an Maßnahmen für unterschiedliche Bereiche entwickelt. Bereits in den letzten Jahren wurden zahlreiche Projekte, wie etwa die Beschattung von öffentlichen Plätzen, Biodiversitätsflächen, Dachbegrünungen, attraktivere Gestaltung von bestehenden Geh- und Radwegverbindungen oder auch die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden bzw. Beteiligung an der Klima- und Energiemodellregion Kürnbergwald umgesetzt.
Die Zusammenarbeit innerhalb der Stadt und in Kooperation mit anderen Gemeinden, Land, Bund und EU ist entscheidend, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen.
Der Weg zur Klimaneutralität erfordert nicht nur innovative Lösungen, sondern auch intensiven Austausch und starke Zusammenarbeit. Beim Midterm-Treffen der Pionierstädte der 2. Welle stand genau das im Mittelpunkt. Vertreter:innen aus ganz Österreich trafen sich in Judenburg, um den Fortschritt ihrer Klimaneutralitätsfahrpläne zu reflektieren, voneinander zu lernen und neue Impulse für die kommenden Schritte zu gewinnen.
Bereits am Vorabend bot die Besichtigung des Wasserkraftwerks der Stadtwerke Judenburg beeindruckende Einblicke in nachhaltige Energielösungen – von Power-to-Heat-Technologien bis hin zu innovativen Fischschutzmaßnahmen. Der Veranstaltungstag selbst war geprägt von intensiven Workshops, einem regen Erfahrungsaustausch sowie wertvollen Informationen zu Fördermöglichkeiten durch die FFG und den Klima- und Energiefonds.
Die Stadt Leonding nimmt aktiv am österreichischen Förderprogramm „Mission Klimaneutrale Stadt“ teil, das im Rahmen der EU-Mission „100 Climate-Neutral and Smart Cities by 2030“ ins Leben gerufen wurde. Anlässlich des Dialogforums in Salzburg, zu dem Klimaschutzministerin Leonore Gewessler die Vertreter:innen der Pionierstädte eingeladen hatte, war auch die Bürgermeisterin Dr.in Sabine Naderer-Jelinek gemeinsam mit dem Projektteam der Agentur für Standort und Wirtschaft vor Ort.
Im festlichen Rahmen der Veranstaltung unterzeichnete die Bürgermeisterin symbolisch auf einer Österreichkarte und bekräftigte damit das Engagement Leondings auf dem Weg zur Klimaneutralität. Nach dem offiziellen Festakt stand der Austausch im Mittelpunkt: In Kleingruppen wurde intensiv gearbeitet, Erfahrungen geteilt und neue Kontakte mit anderen Städten geknüpft. Der offene Dialog zeigte einmal mehr, dass das Erreichen der Klimaziele nur durch gemeinsames Handeln möglich ist.
Das Projekt „Klimaneutralitätsfahrplan für Leonding“, soll bis Ende 2025 praxistaugliche, klimawirksame Lösungen für die Energie- und Mobilitätswende sowie die Kreislaufwirtschaft aufzeigen. Diese sollen sowohl für die Stadtverwaltung, als auch für ansässige Unternehmen und privaten Haushalte ermittelt werden. Der Austausch in Salzburg gab neue Impulse und stärkte den Weg zu einer klimafitten Zukunft für Leonding.